Zahl der Apotheken in Deutschland stark gesunken

Ob Kopfschmerzen, Fieber oder Fragen zu Wechselwirkungen: Apotheken sind für viele Menschen die erste Anlaufstelle in Gesundheitsfragen.

Zum „Tag der Apotheke“ am 7. Juni lohnt sich ein Blick auf die Entwicklung der Apothekenlandschaft in Deutschland. Denn die Zahlen zeigen deutlich, wie stark sich die Branche in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.

1990 gab es bundesweit noch 19.898 Apotheken inklusive Filialapotheken. Zehn Jahre später war die Zahl sogar auf 21.592 gestiegen. Damals hielten sich Neueröffnungen und Schließungen nahezu die Waage: Im Jahr 2000 wurden 187 Apotheken eröffnet und 185 geschlossen.

Heute zeigt sich ein anderes Bild. Ende 2024 lag die Zahl der Apotheken in Deutschland nur noch bei 17.041 – so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Besonders auffällig ist dabei die Entwicklung bei den Betriebszahlen: Während 2024 lediglich 48 neue Apotheken eröffneten, mussten gleichzeitig 578 Standorte schließen.

Damit setzt sich der Rückgang der wohnortnahen Versorgung weiter fort. Vor allem in kleineren Städten und ländlichen Regionen wird die sinkende Apothekenzahl zunehmend zum Thema. Branchenverbände und Gesundheitsexperten warnen seit Jahren vor den Folgen längerer Wege und wachsender Versorgungslücken.

Der „Tag der Apotheke“ macht daher nicht nur auf einen traditionsreichen Gesundheitsberuf aufmerksam, sondern auch auf den strukturellen Wandel im deutschen Apothekenwesen.